Pferde mit Herz und Verstand
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Auf eine zweihundertjährige Vergangenheit kann die „alte Hausstatt“ zurückblicken. Vom königlichen Amtsgericht und Rentamt zu Wegscheid wurde mit Urkunde vom 13.07.1844 die Witwe Anna Maria Reisinger als Land- und Grundbesitzerin eingetragen. Damals hieß die Hausstatt noch Ehrngütl und bestand aus Wohnhaus, Stadl, Stallungen, 2 „Inhäusl“ mit Stall und Stadl unter einem Dach, 2 Backöfen, Laube und Hofraum. Dem Staat stand das Einlösungsrecht von Steuern auf dem Ehrngütl mit Groß- und Klein- Zehent-Recht zu. In dieser Urkunde wurde außerdem der s.g. „Natural-Robott“ (Abgaben von Naturalien) an berechtigte Personen festgelegt. Anna Maria Reisinger hätte alle 3 Jahre 2 Pfund Flachs und 3 Pfund Werg spinnen müssen. Für sie wurde jedoch dieser Robott nicht veranschlagt.. Das Ehrngütl besaß Erbrecht und war daher kein Lehensgütl. Die Besitzer vor dem 5. November 1796 müsste man erforschen, weil darüber keinerlei Information vorliegen. Der Übergabebrief vom 5. November 1796 gibt leider keine genaue Auskunft über die Besitzerfolge. Das Ehrngütl ging vom Vater Johann Reisinger auf seinen namentlich nicht genannten Sohn über. Dieser verstarb vor seiner Ehefrau Anna Maria Reisinger, die dann als „Wittewe“ das Ehrngütl am 13.07.1844 übernahm. Als nächste Eigentümerin ist Anna Reisinger, eine tugendsame und kinderlose Jungfrau, zu erwähnen. Sie stammte mit großer Wahrscheinlichkeit aus der nahen und namensgleichen Verwandtschaft. Eine Tochter von Anna Maria Reisinger und ihrem verstorbenen Mann kann sie wohl nicht gewesen sein, weil Anna Reisinger erst nach 1844 geboren wurde und am 14. April 1919 im 74. Lebensjahr verstarb. Anna Reisinger vermachte die Hausstatt an das an kindesstatt angenommene, aber nicht verwandte Waisenkind Maria Kaspar, die sie von all ihren Pflegekindern besonders liebte. Auch diese blieb unverheiratet, kinderlos und übergab die Hausstatt ihrer Nichte Theres Kaspar. Theres Kaspar ehelichte Ludwig Lichtenauer. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder: Ludwig, Theres, Leonhard, Maria und Alfons. Der Vater, Ludwig Lichtenauer, wurde am 12. September 1937 unweit des Hauses von einem Auto tödlich verletzt. Nach dem Tod der Mutter Theres Lichtenauer am 23.05.1975 wurde das Elternhaus von Ludwig und Leonhard Lichtenauer über 25 Jahre als Sommerhaus genutzt. Aus Altersgründen reichten die beiden Brüder Ludwig und Leonhard Lichtenauer im Juli 2004 dieses wunderschön gelegene landwirtschaftliche Anwesen an Karl, Eva, Angelika und Isabell-Sophie Schlieber weiter.
Mutter Theres Lichtenauer mit ihren Kindern Alfons, Theres, Maria, Ludwig und Leonhard (Ostseite der Hausstatt um 1944) Maria Lichtenauer mit Hund Karo Die Inschrift an der Hausfassade ist noch lesbar: „Gott segne dieses Haus und alle die da gehen ein und aus!“ zurück Die „Hausstatt Nanni“ Anna Reisinger mit einer unbekannten Klosterfrau kurz vor ihrem Tod 1919